Der Frequenzgang des Arcosia 28-1 ist das Ergebnis konsequenter Ingenieursarbeit aus unserer Lautsprecher-Manufaktur: Im Kernarbeitsbereich von 1,5 kHz bis 15 kHz zeigt der Treiber eine außergewöhnliche Linearität mit einem Amplitudenhub von weniger als ±2 dB – die Grundlage für eine neutrale, verfärbungsfreie Hochtonwiedergabe, die audiophile DIY-Projekte auf Reference-Niveau hebt.

Besonders praxisrelevant für den Lautsprecher-Selbstbau: Der gutmütige Amplitudenverlauf am unteren Übertragungsende erlaubt eine Ankopplung bereits ab ca. 2 kHz – auch mit steilflankigen Filtern 2. oder 3. Ordnung. Das gibt Ihnen maximale Freiheit bei der Wahl des Mitteltöners und vereinfacht die Frequenzweichen-Auslegung erheblich.

Das kontrollierte Abstrahlverhalten unter 30° und 60° belegt eine gleichmäßige Directivity: Der Treiber gibt Energie im Raum konsistent ab, was eine stabile Bühnenabbildung und ein homogenes Klangbild auch abseits der Hörposition sicherstellt. Das vollständige Fehlen resonanzbedingter Peaks im oberen Übertragungsbereich ist dabei kein Zufall – es ist das direkte Ergebnis der handaufgetragenen Kalottenbeschichtung, die in unserer Manufaktur für jeden Treiber einzeln appliziert wird.

Die Impedanzkurve des Arcosia 28-1 zeigt das Verhalten eines technisch ausgereiften Hochtöners. Das Impedanzmaximum liegt bei der Resonanzfrequenz von ca. 390 Hz – weit unterhalb typischer Trennfrequenzen – und schafft damit einen großzügigen Sicherheitsabstand für die Frequenzweichenauslegung.

Oberhalb der Resonanz verhält sich der Treiber über einen breiten Frequenzbereich nahezu rein resistiv: Die Schwingspuleninduktivität ist mit Le = 0,02 mH außergewöhnlich gering, was den Impedanzanstieg zu hohen Frequenzen hin minimal hält. Für den Frequenzweichen-Entwickler bedeutet das eine gutmütige, berechenbare Last – einfachere Filterauslegung, geringere Phasenfehler, mehr Spielraum bei der Bauteilwahl.

Der glatte, resonanzfreie Kurvenverlauf ohne Einbrüche oder Überhöhungen im Übertragungsbereich ist ein Indikator für die sorgfältige akustische Bedämpfung des rückseitigen Volumens sowie für enge Fertigungstoleranzen im Magnetsystem. Das Ergebnis: ein Hochtöner, der sich in der Praxis so verhält, wie es die Simulation verspricht.

Produkt Spezifikation

Abmessungen und Einbau
Gesamtdurchmesser

110 mm

Volumendeckel

85 mm

Gesamttiefe

36 mm

Stärke Frontplatte

5 mm

Gewicht

0,48 kg

Durchmesser Schraubloch (Schraube / Kopf)

5 mm / 8 mm

Terminal (Minus / Plus)

4,8 mm / 4,8 mm

Schwingspule
Durchmesser

28 mm

Höhe

2.5 mm

Drahtmaterial

CCAW

Trägermaterial

Aluminium

Wicklungslagen

2

Magnetischer Antrieb
Magnetische Flussdichte

1.63 T

Höhe Luftspalt

3.5 mm

Material

Neodymium

Abmessungen

60 mm x 35 mm

Antriebssystem

Unterhang

Ferrofluid

nein

Technische Daten
Nennimpendanz

Zn = 8 Ohm

Gleichstromwiderstand

Re = 6.7 Ohm

Resonanzfrequenz 1 W

fr = 390 Hz

Resonanzfrequenz TSP

fr = - Hz

Nachgiebigkeit der Aufhängung

Cms = - mm/N

Mechanische Güte

Qms = -

Elektrische Güte

Qes = -

Gesamtgüte

Qts = -

Mechanischer Widerstand

Rms = - kg/s

Gesamte bewegte Masse (einschl. bewegter Luftmasse)

Mmd = 0.31 g

Effektive Abstrahlfläche

Sd = 9.5 cm²

Induktivität Schwingspule

Le = 0.02 mH

Kraftfaktor

BLxl = 5.0 Tm

Xmax elektrisch

+/- 0.5 mm

Xmax mechanisch

+/- 1.8 mm

Äquivalentvolumen

Vas = - dm³

Mittlerer Schalldruckpegel 1 W / 1 m

91 dB SPL

Belastbarkeit

150 W*


*IEC 60268-5

FAQs

Ab welcher Trennfrequenz kann der Arcosia 28-1 betrieben werden?

Der Arcosia 28-1 kann dank seiner tiefen Resonanzfrequenz von 390 Hz bereits ab ca. 2 kHz angekoppelt werden – auch mit steilflankigen Filtern 2. oder 3. Ordnung. Das gibt Ihnen maximale Flexibilität bei der Wahl des Mitteltöners und vereinfacht die Frequenzweichen-Auslegung erheblich.

Benötigt der Arcosia 28-1 Ferrofluid zur Kühlung?

Nein. Der Arcosia 28-1 arbeitet ohne Ferrofluid. Das Unterhang-Magnetsystem mit Neodym-Antrieb (1,63 T) sorgt für eine präzise Spulenführung und ausreichende thermische Stabilität bei Belastbarkeiten bis 150 W (IEC 60268-5) – ohne die langfristigen Alterungsrisiken, die Ferrofluid mit sich bringen kann.

Welche Anforderungen stellt der Arcosia 28-1 an das rückseitige Gehäusevolumen?

Als Hochtöner benötigt der Arcosia 28-1 ein definiertes rückseitiges Kammervolumen, das die Resonanzfrequenz und das Abstrahlverhalten beeinflusst. ETON empfiehlt, den Treiber in einer akustisch bedämpften Kammer zu montieren. Das technische Datenblatt mit Einbauempfehlungen steht auf der Produktseite zum Download bereit.

Wie integriere ich einen ETON-Hochtöner in mein DIY-Lautsprecher-Projekt?

ETON-Hochtöner wie der Arcosia 28-1 sind auf eine unkomplizierte Integration in passive Frequenzweichen ausgelegt. Dank der nahezu rein resistiven Impedanzcharakteristik (Le = 0,02 mH) verhält sich der Treiber in der Simulation wie in der Praxis. Kombinieren Sie ihn mit einem passenden ETON-Mitteltöner, legen Sie die Weiche auf eine Trennfrequenz ab 2 kHz aus – und Ihr audiophiles DIY-System ist auf Reference-Niveau.

Was unterscheidet einen Softdome- von einem Harddome-Hochtöner?

Softkuppeln aus Gewebe wie beim Arcosia 28-1 dämpfen Partialschwingungen der Membran von Natur aus stärker als steife Harddome-Materialien (Aluminium, Titan). Das Ergebnis ist ein warmes, feines Klangbild ohne harte Resonanzspitzen im Hochtonbereich. Harddome-Treiber punkten dagegen oft mit höherem Wirkungsgrad und extremer Detailauflösung, erfordern aber eine präzisere Filterauslegung. Für natürliche, ermüdungsfreie Wiedergabe in audiophilen DIY-Projekten ist der Softdome die bewährte Wahl.