Linearer Mittelton dank Phase Plug – nutzbar von 40 Hz bis 2,5 kHz

Der Frequenzgang des Arcosia 7 zeigt, was ein 7"-Midwoofer mit Phase Plug aus der ETON-Manufaktur leisten kann: einen gleichmäßigen, kontrollierten Amplitudenverlauf von ca. 40 Hz bis 2,5 kHz – mit 89 dB Wirkungsgrad und ohne die typischen Überhöhungen im oberen Mitteltonbereich, die viele Treiber dieser Größenklasse zeigen. Der Phase Plug spielt dabei eine entscheidende Rolle: Er optimiert das Abstrahlverhalten im Mitteltonbereich und glättet den Übergang zwischen dem kolbenförmig arbeitenden Tieftonbereich und dem zunehmend bündelnden Mitteltonbereich.

Für den DIY-Entwickler besonders relevant: Der nutzbare Übertragungsbereich bis ca. 2,5 kHz ermöglicht eine direkte Ankopplung an Hochtöner mit Trennfrequenzen ab 2 kHz – ideal für anspruchsvolle 2-Wege-Konzepte. In 3-Wege-Systemen übernimmt der Arcosia 7 den Mitteltonbereich ab ca. 200–300 Hz und gibt den Tieftonbereich an einen dedizierten Subwoofer oder Tieftöner ab. Die typische 7"-Bündelung setzt oberhalb von ca. 2 kHz ein – ein physikalisch erwartetes Verhalten, das bei der Trennfrequenzwahl berücksichtigt werden sollte.

Das gleichmäßige Abstrahlverhalten unter Winkeln – begünstigt durch den Phase Plug – sorgt für eine homogene Energieabgabe im Raum und eine stabile Bühnenabbildung. Ein Treiber, der so klingt, wie er misst – aus der ETON-Manufaktur in Deutschland.

Qts 0,31 – präzise berechenbar für Bassreflex und geschlossene Gehäuse

Die Impedanzkurve des Arcosia 7 zeigt das Verhalten eines sorgfältig abgestimmten 7"-Midwoofers: Das Impedanzmaximum liegt bei der Resonanzfrequenz von ca. 36 Hz (TSP) – außergewöhnlich tief für einen Treiber dieser Größenklasse. Der Qts-Wert von 0,31 ist dabei das entscheidende Auslegungsparameter: Er positioniert den Arcosia 7 klar im Bereich der Bassreflex-Abstimmung, ist aber auch für geschlossene Gehäuse mit entsprechend größerem Volumen geeignet. Für den DIY-Entwickler bedeutet das eine präzise, berechenbare Systemauslegung ohne Kompromisse.

Oberhalb der Resonanz verhält sich der Treiber elektrisch stabil: Die Impedanz steigt durch die Schwingspuleninduktivität (Le = 0,87 mH) zu hohen Frequenzen hin moderat an – für einen Midwoofer mit 32-mm-Schwingspule ein erwarteter und gut beherrschbarer Wert. Das 8-Ohm-Design ermöglicht eine problemlose Ansteuerung mit gängigen HiFi- und Mehrkanalverstärkern, sowohl in passiven als auch aktiven Konzepten.

Das sauber definierte Impedanzmaximum ohne Nebenresonanzen oder Unregelmäßigkeiten belegt die mechanische Präzision des Überhang-Antriebssystems und die Qualität der Aufhängung. Ein Treiber, der sich in der Gehäuseberechnung genauso verhält wie in der Simulation – reproduzierbar, zuverlässig, Made in Germany.

Produkt Spezifikation

Abmessungen und Einbau
Gesamtdurchmesser

181 mm

Einbaudurchmesser

150 mm

Gesamttiefe

96.6 mm

Korbrandstärke

6 mm

Gewicht

2.67 kg

Durchmesser Schraubloch (Schraube / Kopf)

5 mm / 9 mm

Terminal (Minus / Plus)

4,8 mm / 6,3 mm

Schwingspule
Durchmesser

32 mm

Höhe

17 mm

Drahtmaterial

CU

Trägermaterial

Glasfaser

Wicklungslagen

1

Magnetischer Antrieb
Magnetische Flussdichte

1.26 T

Höhe Luftspalt

6 mm

Material

Ferrite

Abmessungen

121 mm x 50 mm x 20 mm

Antriebssystem

Überhang

Ferrofluid

nein

Technische Daten
Nennimpendanz

Zn = 8 Ohm

Gleichstromwiderstand

Re = 6.6 Ohm

Resonanzfrequenz 1 W

fr = 32 Hz

Resonanzfrequenz TSP

fr = 36 Hz

Nachgiebigkeit der Aufhängung

Cms = 1.23 mm/N

Mechanische Güte

Qms = 6.33

Elektrische Güte

Qes = 0.32

Gesamtgüte

Qts = 0.31

Mechanischer Widerstand

Rms = 0.62 kg/s

Gesamte bewegte Masse (einschl. bewegter Luftmasse)

Mmd = 16.0 g

Effektive Abstrahlfläche

Sd = 137 cm²

Induktivität Schwingspule

Le = 0.87 mH

Kraftfaktor

BLxl = 8.2 Tm

Xmax elektrisch

+/- 5.5 mm

Xmax mechanisch

+/- 9.5 mm

Äquivalentvolumen

Vas = 32.5 dm³

Mittlerer Schalldruckpegel 1 W / 1 m

89 dB SPL

Belastbarkeit

100 W*


*IEC 60268-5

FAQs

Für welche Gehäusetypen eignet sich der ETON Arcosia 7?

Der ETON Arcosia 7 ist mit einem Qts von 0,31 und einer Resonanzfrequenz von 36 Hz (TSP) primär für die Bassreflex-Abstimmung ausgelegt. Ein Qts unter 0,4 signalisiert einen elektrisch stark gedämpften Treiber, der in einem Bassreflexgehäuse seinen vollen Tiefgang und seine Impulstreue entfaltet.

Als Richtwert für die Gehäuseauslegung: Das Äquivalentvolumen Vas von 32,5 dm³ ermöglicht für einen 7"-Treiber vergleichsweise kompakte Gehäusevolumina. Geschlossene Gehäuse sind ebenfalls möglich – hier empfiehlt sich ein Volumen von ca. 15–25 Litern für eine Qtc-Abstimmung um 0,5–0,7.

Detaillierte Auslegungsparameter entnehmen Sie dem technischen Datenblatt auf dieser Produktseite.

In welchen Systemkonzepten lässt sich der ETON Arcosia 7 einsetzen?

Der Arcosia 7 ist für zwei Systemkonzepte optimiert.

Im 2-Wege-System übernimmt er den gesamten Tief- und Mitteltonbereich bis ca. 2–2,5 kHz und wird direkt mit einem Hochtöner kombiniert – ideal in Verbindung mit ETON Softdome- oder Harddome-Hochtönern aus dem gleichen Sortiment.

Im 3-Wege-System arbeitet der Arcosia 7 als dedizierter Mitteltöner oder Tiefmitteltöner: Er übernimmt den Bereich ab ca. 200–300 Hz von einem Subwoofer oder Tieftöner und gibt bei 2–2,5 kHz an den Hochtöner ab.

Die typische 7"-Bündelung setzt oberhalb von ca. 2 kHz ein – die Trennfrequenz sollte daher nicht wesentlich höher gewählt werden, um ein homogenes Abstrahlverhalten im Übergangsbereich zu gewährleisten.

Was ist der Unterschied zwischen der transparenten und der schwarzen Variante des ETON Arcosia?

Die transparente und die schwarze Variante der ETON Arcosia Lautsprecher – in beiden Größen 4" und 7", jeweils mit und ohne Phase Plug – sind klanglich identisch. Alle technischen Parameter, TSP-Werte und Fertigungsstandards sind bei beiden Ausführungen gleich. Der Unterschied liegt ausschließlich in der Membranfarbe.

Die transparente Variante eignet sich ideal für offene Gehäusekonstruktionen, Schallwände oder Designs, bei denen der Treiber sichtbar bleibt und optisch in Szene gesetzt wird.

Die schwarze Variante ist die klassische Wahl für geschlossene Gehäuse, dunkle Frontplatten oder Konstruktionen, bei denen ein einheitliches, dezentes Erscheinungsbild gewünscht ist. Die Wahl der Variante ist eine rein ästhetische Entscheidung.

Was bedeutet Xmax ±5,5 mm elektrisch für die Praxis?

Der Xmax-Wert beschreibt den maximalen linearen Hub der Schwingspule – also den Bereich, in dem der Treiber verzerrungsarm und kontrolliert arbeitet.

Beim Arcosia 7 beträgt der elektrische Xmax ±5,5 mm: Innerhalb dieses Bereichs bleibt der Kraftfaktor BL konstant, die Wiedergabe bleibt linear und klirrarm. Der mechanische Xmax von ±9,5 mm gibt den absoluten Grenzwert an, bevor mechanische Schäden drohen – er bietet einen Sicherheitspuffer von fast 4 mm über den linearen Bereich hinaus.

In der Praxis bedeutet das: Der Arcosia 7 liefert auch bei hohen Pegeln und tiefen Frequenzen eine kontrollierte, verzerrungsarme Basswiedergabe – ohne die Membranauslenkung als limitierenden Faktor fürchten zu müssen.

Was ist ein Phase Plug und welchen Einfluss hat er auf den Klang?

Ein Phase Plug ist ein zentrales Bauteil, das anstelle einer geschlossenen Staubschutzkalotte in der Mitte der Membran eingesetzt wird. Er erfüllt zwei Funktionen gleichzeitig.

Erstens akustisch: Der Phase Plug leitet die Schallwellen, die von der Membranmitte abstrahlen, gezielt nach vorne und reduziert Phasendifferenzen zwischen Membranmitte und Membranrand – das Ergebnis ist ein gleichmäßigerer Frequenzgang im oberen Mitteltonbereich und ein kontrolliertes Abstrahlverhalten.

Zweitens thermisch: Der Phase Plug verbessert die Wärmeableitung der Schwingspule, indem er den Luftstrom im Magnetsystem optimiert – das reduziert thermische Kompression bei hohen Pegeln und erhöht die Langzeitbelastbarkeit des Treibers.

Treiber mit Phase Plug wie der ETON Arcosia 7" oder der ETON Arcosia 4" sind daher besonders für Anwendungen geeignet, bei denen ein linearer Mitteltonbereich und hohe Belastbarkeit gleichermaßen gefordert sind.