91 dB / fs 24 Hz – nutzbar von 22 Hz bis 1 kHz, für Bassreflex und 3-Wege

Der Frequenzgang des Orchestra 11-612 zeigt das Verhalten eines 11"-Tieftöners mit der tiefsten Resonanzfrequenz im ETON Orchestra-Sortiment: einen gleichmäßigen, kontrollierten Amplitudenverlauf von ca. 22 Hz bis 1 kHz – mit 91 dB Wirkungsgrad und einer stabilen Pegelstruktur über den gesamten Übertragungsbereich. Die verrippte Papier-Membran (RP) mit einer effektiven Abstrahlfläche von 366 cm² kontrolliert Partialschwingungen im oberen Übertragungsbereich und stabilisiert das Ausschwingverhalten auch bei hohen Auslenkungen bis Xmax ±5,0 mm elektrisch. Das Ergebnis ist ein gleichmäßiger Frequenzgang ohne die typischen Überhöhungen, die viele 11"-Treiber im oberen Grundtonbereich zeigen.

Für den DIY-Lautsprecher-Entwickler besonders relevant: Der nutzbare Übertragungsbereich bis ca. 1 kHz macht den Orchestra 11-612 zum reinen Tieftöner für 3-Wege-Systeme – die Trennfrequenz zum Mitteltöner sollte bei ca. 200–400 Hz gewählt werden, um den Treiber ausschließlich im optimalen Arbeitsbereich zu betreiben. Die Resonanzfrequenz von 24 Hz und das Äquivalentvolumen von 152 dm³ sind die entscheidenden Parameter für die Gehäuseauslegung: Im Bassreflexgehäuse mit optimaler Abstimmung kann die untere Grenzfrequenz bis unter 22 Hz reichen – ein Tiefgang, den nur wenige 11"-Treiber im audiophilen DIY-Segment erreichen. Der Qts von 0,29 macht den Treiber zum reinen Bassreflex-Spezialisten.

Der gleichmäßige Frequenzgang ohne Einbrüche oder Überhöhungen im Übertragungsbereich belegt die Qualität der Papier-RP-Membran und des kraftvollen Antriebssystems (BL = 11,4 Tm). Ein 11"-Tieftöner, der so klingt, wie er misst – tief, kontrolliert, mit echtem Infraschall-Tiefgang. Made in Germany, aus der ETON-Manufaktur.

Qts 0,29 / fs 24 Hz – tiefste Resonanzfrequenz im Orchestra-Sortiment, primär für Bassreflex

Die Impedanzkurve des Orchestra 11-612 zeigt das Verhalten eines 11"-Tieftöners mit der tiefsten Resonanzfrequenz im gesamten ETON Orchestra-Sortiment: Das Impedanzmaximum liegt bei ca. 24 Hz (TSP) – tiefer als der Orchestra 12-612 (30 Hz) und deutlich tiefer als alle kleineren Orchestra-Treiber. Der Qts-Wert von 0,29 ist der niedrigste im Orchestra-Sortiment und positioniert den Treiber klar für Bassreflex-Konstruktionen: In einem geschlossenen Gehäuse wäre der Tiefgang durch den sehr niedrigen Qts stark eingeschränkt. Der Kraftfaktor von BL = 11,4 Tm sorgt für einen kraftvollen, präzisen Antrieb. Das Äquivalentvolumen von 152 dm³ – das größte im Orchestra-Sortiment – erfordert großzügige Bassreflexvolumina für eine optimale Abstimmung.

Oberhalb der Resonanz verhält sich der Treiber elektrisch stabil: Die Impedanz steigt durch die Schwingspuleninduktivität (Le = 1,03 mH) zu hohen Frequenzen hin moderat an – ein für einen 11"-Tieftöner mit 50-mm-Cu-Schwingspule auf Kapton-Träger erwarteter Wert, der die Weichenauslegung nicht erschwert. Trotz des großen Formats und der tiefen Resonanzfrequenz bleibt der Orchestra 11-612 elektrisch berechenbar und stabil – eine wichtige Eigenschaft für die Weichenauslegung in 3-Wege-Systemen. Das 8-Ohm-Design ermöglicht eine problemlose Ansteuerung mit gängigen HiFi-Verstärkern und Endstufen.

Das sauber definierte Impedanzmaximum bei 24 Hz ohne Nebenresonanzen belegt die mechanische Präzision des Überhang-Antriebssystems und die Qualität der Aufhängung. Ein 11"-Tieftöner, der sich in der Gehäuseberechnung genauso verhält wie in der Simulation – reproduzierbar, zuverlässig, Made in Germany.

Produkt Spezifikation

Abmessungen und Einbau
Gesamtdurchmesser

280 mm

Einbaudurchmesser

242 mm

Gesamttiefe

110,5 mm

Korbrandstärke

8 mm

Gewicht

3,25 kg

Durchmesser Schraubloch (Schraube / Kopf)

5,5 mm / 9,7 mm

Terminal (Minus / Plus)

4,8 mm / 6,3 mm

Schwingspule
Durchmesser

50 mm

Höhe

18 mm

Drahtmaterial

Cu

Trägermaterial

Kapton

Wicklungslagen

2

Magnetischer Antrieb
Magnetische Flussdichte

1.06 T

Höhe Luftspalt

8 mm

Material

Ferrite

Abmessungen

134 mm x 57 mm

Antriebssystem

Überhang

Ferrofluid

nein

Technische Daten
Nennimpendanz

Zn = 8 Ohm

Gleichstromwiderstand

Re = 5.3 Ohm

Resonanzfrequenz 1 W

fr = 23 Hz

Resonanzfrequenz TSP

fr = 24 Hz

Nachgiebigkeit der Aufhängung

Cms = 0.81 mm/N

Mechanische Güte

Qms = 7.87

Elektrische Güte

Qes = 0.30

Gesamtgüte

Qts = 0.29

Mechanischer Widerstand

Rms = 1.13 kg/s

Gesamte bewegte Masse (einschl. bewegter Luftmasse)

Mmd = 54 g

Effektive Abstrahlfläche

Sd = 366 cm²

Induktivität Schwingspule

Le = 1.03 mH

Kraftfaktor

BLxl = 11.4 Tm

Xmax elektrisch

+/- 5.0 mm

Xmax mechanisch

+/- 14.6 mm

Äquivalentvolumen

Vas = 152 dm³

Mittlerer Schalldruckpegel 1 W / 1 m

91 dB SPL

Belastbarkeit

120 W*


*IEC 60268-5

FAQs

Was ist eine verrippte Papier-Membran (RP) und welche klanglichen Vorteile bietet sie?

Die Bezeichnung „RP" steht für „Ribbed Paper" – eine Papier-Membran mit eingeprägter Rippenstruktur. Die Rippen sind keine rein optische Gestaltung, sondern ein konstruktives Mittel zur Steifigkeitserhöhung: Sie erzeugen mikroskopische Wölbungen in der Membranfläche, die Partialschwingungen kontrollieren und das Ausschwingverhalten stabilisieren. Das Ergebnis ist ein gleichmäßigerer Frequenzgang im oberen Übertragungsbereich – ohne die typischen Resonanzspitzen, die viele Treiber mit steiferen Membranmaterialien wie Aluminium oder Kevlar zeigen.

Klanglich überzeugt die Papier-RP-Membran durch ein warmes, organisches Klangbild mit natürlicher Raumabbildung – ein Charakter, der besonders bei Musik mit akustischen Instrumenten, Stimmen und klassischen Aufnahmen geschätzt wird. Im Vergleich zu Aluminium-Membranen klingt Papier weniger analytisch und weniger ermüdend bei langen Hörsitzungen. Im Vergleich zu ungeribbten Papier-Membranen bietet die RP-Struktur zusätzliche mechanische Kontrolle bei hohen Auslenkungen. Die ETON Orchestra-Serie setzt diese Technologie konsequent ein – für Treiber, die so klingen, wie sie messen: kontrolliert, natürlich, reproduzierbar.

Für welche Gehäusetypen eignet sich der ETON Orchestra 11-612?

Der ETON Orchestra 11-612 ist mit einem Qts von 0,29 und einer Resonanzfrequenz von 24 Hz (TSP) ein reiner Bassreflex-Treiber – ein geschlossenes Gehäuse ist bei diesem sehr niedrigen Qts-Wert nicht empfehlenswert, da der Tiefgang durch die niedrige Güte stark eingeschränkt würde.

Im Bassreflexgehäuse empfiehlt sich als Richtwert ein Nettovolumen von ca. 120–200 Litern mit Reflexrohr-Abstimmung um 20–30 Hz – je nach gewünschter Abstimmcharakteristik zwischen maximaler Tiefbasswiedergabe und höherem Wirkungsgrad. Das Äquivalentvolumen von 152 dm³ ist dabei der entscheidende Auslegungsparameter: Es ist das größte im Orchestra-Sortiment und erfordert entsprechend großzügige Gehäusevolumina. Bei optimaler Abstimmung kann die untere Grenzfrequenz im Bassreflexgehäuse bis unter 22 Hz reichen – ein Tiefgang, den nur wenige 11"-Treiber im audiophilen DIY-Segment erreichen. Detaillierte Auslegungsparameter entnehmen Sie dem technischen Datenblatt auf dieser Produktseite.

Was bedeutet Xmax ±5,0 mm elektrisch / ±14,6 mm mechanisch für die Praxis beim ETON Orchestra 11-612?

Der Xmax-Wert beschreibt den maximalen linearen Hub der Schwingspule. Beim Orchestra 11-612 beträgt der elektrische Xmax ±5,0 mm: Innerhalb dieses Bereichs bleibt der Kraftfaktor BL = 11,4 Tm konstant, die Wiedergabe bleibt linear und klirrarm. Der mechanische Xmax von ±14,6 mm gibt den absoluten Grenzwert an und bietet einen Sicherheitspuffer von fast 10 mm über den linearen Bereich hinaus. Für einen 11"-Treiber ist das ein hoher Linearhub: Er ermöglicht auch bei 120 W Belastbarkeit (IEC 60268-5) und tiefen Frequenzen unter 30 Hz – wo die Membranauslenkung physikalisch am größten ist – eine kontrollierte, verzerrungsarme Basswiedergabe. Die 50-mm-Kupfer-Schwingspule auf Kapton-Träger sorgt dabei für die thermische Belastbarkeit im Langzeitbetrieb.

In welchen Systemkonzepten lässt sich der ETON Orchestra 11-612 einsetzen?

Der ETON Orchestra 11-612 ist ausschließlich als dedizierter Tieftöner in 3-Wege-Systemen ausgelegt: Er übernimmt den Bereich bis ca. 200–400 Hz und gibt an einen Mitteltöner ab, der den Mitteltonbereich bis zum Hochtöner überbrückt. Der nutzbare Übertragungsbereich bis ca. 1 kHz und die einsetzende 11"-Bündelung oberhalb von ca. 500 Hz machen eine tiefe Trennfrequenz zwingend – für 2-Wege-Systeme ist der Orchestra 11-612 nicht geeignet.

Als Subwoofer in aktiven Systemen mit elektronischer Frequenzweiche ist der Orchestra 11-612 eine ausgezeichnete Wahl: Die Resonanzfrequenz von 24 Hz, der Xmax von ±14,6 mm mechanisch und die 120 W Belastbarkeit erfüllen die Anforderungen an eine präzise, pegelfeste Subwoofer-Wiedergabe bis in den Infraschallbereich. Im Vergleich zum Orchestra 12-612 bietet der 11-612 eine noch tiefere Resonanzfrequenz (24 vs. 30 Hz) bei kompakterem Format (280 vs. 330 mm Ø) – der richtige Treiber, wenn maximaler Tiefgang bei möglichst kompaktem Gehäuse gefragt ist.

Warum ist ETON der richtige Partner für anspruchsvolle DIY-Lautsprecher-Projekte?

ETON Soundsysteme entwickelt und fertigt Lautsprecherchassis seit Jahrzehnten in Deutschland – nicht als Massenware, sondern als Manufakturprodukte mit höchsten Qualitätsanforderungen.

Was das für Ihr DIY-Projekt bedeutet: Jeder ETON-Treiber wird mit vollständigen technischen Daten dokumentiert – TSP-Werte, Impedanzkurven, Frequenzgänge – die in der Simulation genauso funktionieren wie in der Realität.

Reproduzierbarkeit ist kein Versprechen, sondern das Ergebnis kontrollierter Fertigungsprozesse. Die Arcosia-Serie ist zusätzlich nach Automotive-Standards validiert (ISO 16750-3, DIN EN 60068) – ein Qualitätsniveau, das weit über die Anforderungen des HiFi-Markts hinausgeht.

ETON-Treiber werden in professionellen Beschallungsanlagen, audiophilen High-End-Systemen und anspruchsvollen DIY-Projekten weltweit eingesetzt. Wenn Sie ein Chassis kaufen, kaufen Sie nicht nur einen Treiber – Sie kaufen die Sicherheit, dass er sich genauso verhält, wie die Daten es versprechen. Made in Germany, aus der ETON-Manufaktur.