Effizienz trifft Linearität

Der Frequenzgang des 25SD4 spiegelt wider, was die hohe magnetische Flussdichte von 1,8 T in der Praxis bedeutet: ein effizienter, antriebsstarker Treiber mit 92 dB Wirkungsgrad, der im Kernarbeitsbereich ab 3 kHz einen gleichmäßigen, linearen Amplitudenverlauf zeigt. Die Grundlage für ein neutrales, verfärbungsfreies Klangbild – ohne die künstliche Brillanzbetonung, die bei manchen Harddome-Treibern als „Detailreichtum“ verkauft wird.

Besonders für wirkungsgradstarke DIY-Konstruktionen ist der 25SD4 eine natürliche Wahl: Mit 92 dB fügt er sich problemlos in Systeme mit höherwirkungsgradigen Mittel- und Tieftönern ein, ohne dass eine Pegelanpassung in der Frequenzweiche nötig wird. Das vereinfacht die Weichenauslegung und hält Verluste minimal.

Das Abstrahlverhalten unter Winkeln ist für einen 25-mm-Treiber erwartungsgemäß breit – ein physikalischer Vorteil der kleineren Kalotte gegenüber größeren Formaten. Das Ergebnis ist eine homogene Energieabgabe im Raum und eine stabile Bühnenabbildung auch abseits der Haupthörachse. Das vollständige Fehlen resonanzbedingter Peaks ist, wie bei allen ETON Softdome-Treibern, das direkte Ergebnis der handbeschichteten Gewebekalotte aus unserer Manufaktur.

Berechenbar von 670 Hz bis weit darüber

Die Impedanzkurve des 25SD4 zeigt das Verhalten eines kompakten, hocheffizienten Softdome-Hochtöners. Das Impedanzmaximum liegt bei der Resonanzfrequenz von ca. 670 Hz. Für die Frequenzweichenauslegung ergibt sich daraus eine klare Empfehlung: Ab 3 kHz ist die Ankopplung mit einem Filter 2. Ordnung unkritisch und für die meisten DIY-Projekte die einfachste und zuverlässigste Lösung – der Sicherheitsabstand zur Resonanz ist komfortabel, die Filterauslegung bleibt überschaubar.

Für erfahrene Entwickler ist auch eine Trennfrequenz ab ca. 2 kHz denkbar – dann jedoch mit einem steileren Filter 3. oder 4. Ordnung, um den nötigen Abstand zur Resonanz sicherzustellen. Das eröffnet Kombinationsmöglichkeiten mit Mitteltönern, die ihren Übertragungsbereich bereits bei 2 kHz abschließen, und gibt dem Gesamtsystem mehr Flexibilität.

Oberhalb der Resonanz verhält sich der Treiber dank der sehr geringen Schwingspuleninduktivität (Le = 0,02 mH) nahezu rein resistiv – der Impedanzanstieg zu hohen Frequenzen hin ist minimal. Das Ergebnis ist eine gutmütige, berechenbare Last für die Frequenzweiche und den Verstärker, die sich in der Praxis genauso verhält wie in der Simulation.

Produkt Spezifikation

Abmessungen und Einbau
Gesamtdurchmesser

90 mm

Volumendeckel

62.3 mm

Gesamttiefe

26.5 mm

Stärke Frontplatte

5.6 mm

Gewicht

0,26 kg

Durchmesser Schraubloch (Schraube / Kopf)

5 mm / 8 mm

Terminal (Minus / Plus)

4,8 mm / 4,8 mm

Schwingspule
Durchmesser

25 mm

Höhe

1.2 mm

Drahtmaterial

CCAW

Trägermaterial

Aluminium

Wicklungslagen

2

Magnetischer Antrieb
Magnetische Flussdichte

1.8 T

Höhe Luftspalt

2 mm

Material

Neodynium

Abmessungen

55 mm x 32 mm

Antriebssystem

Unterhang

Ferrofluid

nein

Technische Daten
Nennimpendanz

Zn = 8 Ohm

Gleichstromwiderstand

Re = 6.8 Ohm

Resonanzfrequenz 1 W

fr = 670 Hz

Resonanzfrequenz TSP

fr = - Hz

Nachgiebigkeit der Aufhängung

Cms = - mm/N

Mechanische Güte

Qms = -

Elektrische Güte

Qes = -

Gesamtgüte

Qts = -

Mechanischer Widerstand

Rms = - kg/s

Gesamte bewegte Masse (einschl. bewegter Luftmasse)

Mmd = 0.22 g

Effektive Abstrahlfläche

Sd = 6.8 cm²

Induktivität Schwingspule

Le = 0.02 mH

Kraftfaktor

BLxl = 3.7 Tm

Xmax elektrisch

+/- 0.4 mm

Xmax mechanisch

+/- 1.2 mm

Äquivalentvolumen

Vas = - dm³

Mittlerer Schalldruckpegel 1 W / 1 m

92 dB SPL

Belastbarkeit

100 W*


*IEC 60268-5

FAQs

Ab welcher Trennfrequenz empfiehlt sich der ETON 25SD4?

Für die meisten DIY-Projekte empfiehlt sich eine Trennfrequenz ab 3 kHz – mit einem Filter 2. Ordnung ist der Sicherheitsabstand zur Resonanzfrequenz von 670 Hz komfortabel groß, die Frequenzweiche bleibt überschaubar und die Integration unkritisch.

Für erfahrene Entwickler ist auch eine Ankopplung ab ca. 2 kHz möglich, dann jedoch mit einem steileren Filter 3. oder 4. Ordnung, um den nötigen Abstand zur Resonanz sicherzustellen. Das eröffnet Kombinationsmöglichkeiten mit Mitteltönern, die ihren Übertragungsbereich bereits bei 2 kHz abschließen.

Was unterscheidet den ETON 25SD4 vom 28SD1 und Arcosia 28-1?

Alle drei Treiber teilen die ETON-Manufaktur-DNA: handbeschichtete Gewebekalotte, CCAW-Schwingspule auf Aluminium-Träger, Neodym-Unterhang-Antrieb ohne Ferrofluid, Le = 0,02 mH. Die Unterschiede liegen in Format, Leistung und Einsatzbereich.

Der ETON 25SD4 (90 mm, 26,5 mm Tiefe, 0,26 kg) ist der kompakteste und leichteste Treiber im Sortiment – mit dem höchsten Wirkungsgrad (92 dB) und der höchsten magnetischen Flussdichte (1,8 T). Ideal für wirkungsgradstarke Systeme und enge Einbausituationen, Trennfrequenz ab 3 kHz.

Der ETON 28SD1 (104 mm, 32,9 mm Tiefe, 0,34 kg) ist das ausgewogene Mittelklasse-Modell – 91 dB, 1,6 T, 120 W, Trennfrequenz ab 2,5 kHz. Solide Allround-Wahl für klassische Zwei-Wege-Konstruktionen.

Der Arcosia 28-1 (110 mm, 36 mm Tiefe, 0,48 kg) ist der leistungsstärkste Treiber – 91 dB, 1,63 T, 150 W, tiefste Resonanzfrequenz (390 Hz), Trennfrequenz ab 2 kHz. Maximaler Spielraum für anspruchsvolle High-End-Entwicklungen.

Welche Einbautiefe und welches Gehäusevolumen benötigt der ETON 25SD4?

Der ETON 25SD4 ist mit einem Gesamtdurchmesser von 90 mm, einer Einbautiefe von nur 26,5 mm und einem Gewicht von 0,26 kg der kompakteste Treiber im ETON Softdome-Sortiment – und damit die erste Wahl für platzsparende Gehäusekonstruktionen und enge Einbausituationen. Der Volumendeckel beträgt 62,3 mm. Als Hochtöner benötigt der 25SD4 eine akustisch bedämpfte Rückkammer zur Stabilisierung der Resonanzfrequenz und des Abstrahlverhaltens. Detaillierte Einbauempfehlungen entnehmen Sie dem technischen Datenblatt, das auf dieser Produktseite zum Download bereitsteht.

Für welche Lautsprechersysteme eignet sich ein Hochtöner mit 92 dB Wirkungsgrad?

Der Wirkungsgrad eines Hochtöners sollte möglichst nah am Wirkungsgrad der übrigen Treiber im System liegen – andernfalls muss die Differenz durch Spannungsteiler oder L-Pads in der Frequenzweiche ausgeglichen werden, was Verluste erzeugt und die Auslegung verkompliziert. Mit 92 dB fügt sich der ETON 25SD4 nahtlos in wirkungsgradstarke Systeme ein: Kombinationen mit effizienten Breitbändern, Mitteltönern ab 90 dB oder Hornlautsprechern sind ohne aufwändige Pegelanpassung realisierbar. Für Standard-HiFi-Systeme mit Tieftönern um 86–88 dB ist der 25SD4 ebenfalls einsetzbar – hier empfiehlt sich ein einfacher Spannungsteiler in der Weiche, um den Pegel anzupassen.

Was unterscheidet einen Softdome- von einem Harddome-Hochtöner?

Softkuppeln aus Gewebe wie beim Arcosia 28-1 dämpfen Partialschwingungen der Membran von Natur aus stärker als steife Harddome-Materialien (Aluminium, Titan). Das Ergebnis ist ein warmes, feines Klangbild ohne harte Resonanzspitzen im Hochtonbereich. Harddome-Treiber punkten dagegen oft mit höherem Wirkungsgrad und extremer Detailauflösung, erfordern aber eine präzisere Filterauslegung. Für natürliche, ermüdungsfreie Wiedergabe in audiophilen DIY-Projekten ist der Softdome die bewährte Wahl.