Harddome-Präzision ohne Kompromisse

Der Frequenzgang des 26HD3 zeigt, was die Kombination aus Magnesium-Steifigkeit und Keramikdämpfung klanglich bedeutet: einen linearen, kontrollierten Amplitudenverlauf mit 92 dB Wirkungsgrad, der die typischen Stärken eines Harddome-Treibers – Präzision, Detailauflösung, schnelle Transienten – ohne die typischen Schwächen unbedämpfter Metallkalotten liefert. Keine harten Resonanzspitzen, kein überbetonter Hochton, kein Ermüdungseffekt bei längeren Hörsitzungen.

Der nutzbare Übertragungsbereich beginnt praxistauglich ab 2 kHz – mit entsprechend steilem Filter – und erstreckt sich weit in den Ultraschallbereich. Das breite Abstrahlverhalten der 25-mm-Kalotte sorgt für eine homogene Energieabgabe im Raum und eine stabile, präzise Bühnenabbildung auch abseits der Haupthörachse. Für DIY-Entwickler, die eine exzellente 3D-Raumdarstellung als Projektziel haben, ist das ein entscheidender Vorteil.

Der gleichmäßige Kurvenverlauf ohne Einbrüche oder Überhöhungen im Übertragungsbereich ist das direkte Ergebnis der beidseitigen Keramikbeschichtung – ein Fertigungsverfahren, das ETON in seiner Manufaktur in Deutschland entwickelt und perfektioniert hat. Ein Harddome-Treiber, der so klingt, wie er misst.

Keramikdämpfung macht den Unterschied

Die Impedanzkurve des 26HD3 zeigt das Verhalten eines Harddome-Treibers mit effektiv gedämpfter Magnesium-Keramik-Kalotte. Das Impedanzmaximum liegt bei der Resonanzfrequenz von ca. 810 Hz. Trotz dieser im Vergleich zu Softdome-Treibern höheren Resonanzfrequenz gibt ETON eine Trennfrequenz ab 2 kHz frei – ein Beleg dafür, dass die beidseitige Keramikbeschichtung die Kalotte so effektiv bedämpft, dass der Treiber auch bei engerer Ankopplung kontrolliert arbeitet. Für unkritischen Betrieb ohne besondere Anforderungen an die Filterauslegung empfiehlt sich eine Trennfrequenz ab 3,5 kHz.

Oberhalb der Resonanz verhält sich der Treiber dank der sehr geringen Schwingspuleninduktivität (Le = 0,02 mH) nahezu rein resistiv – der Impedanzanstieg zu hohen Frequenzen hin ist minimal. Das bedeutet für den Frequenzweichen-Entwickler eine gutmütige, berechenbare Last: einfachere Filterauslegung, geringere Phasenfehler, mehr Spielraum bei der Bauteilwahl.

Das sauber definierte Impedanzmaximum ohne Nebenresonanzen oder Einbrüche im Übertragungsbereich belegt die mechanische Präzision des Antriebssystems und die Qualität der Kalottenbeschichtung. Ein Harddome-Treiber, der sich in der Simulation genauso verhält wie in der Praxis – reproduzierbar, ohne Überraschungen, Made in Germany.

Produkt Spezifikation

Abmessungen und Einbau
Gesamtdurchmesser

90 mm

Volumendeckel

62.3 mm

Gesamttiefe

26.5 mm

Stärke Frontplatte

5.6 mm

Gewicht

0,27 kg

Durchmesser Schraubloch (Schraube / Kopf)

5 mm / 8 mm

Terminal (Minus / Plus)

4,8 mm / 4,8 mm

Schwingspule
Durchmesser

25 mm

Höhe

1.2 mm

Drahtmaterial

CCAW

Trägermaterial

Aluminium

Wicklungslagen

2

Magnetischer Antrieb
Magnetische Flussdichte

1.8 T

Höhe Luftspalt

2 mm

Material

Neodynium

Abmessungen

55 mm x 32 mm

Antriebssystem

Unterhang

Ferrofluid

nein

Technische Daten
Nennimpendanz

Zn = 8 Ohm

Gleichstromwiderstand

Re = 6.6 Ohm

Resonanzfrequenz 1 W

fr = 810 Hz

Resonanzfrequenz TSP

fr = - Hz

Nachgiebigkeit der Aufhängung

Cms = - mm/N

Mechanische Güte

Qms = -

Elektrische Güte

Qes = -

Gesamtgüte

Qts = -

Mechanischer Widerstand

Rms = - kg/s

Gesamte bewegte Masse (einschl. bewegter Luftmasse)

Mmd = 0.24 g

Effektive Abstrahlfläche

Sd = 6.8 cm²

Induktivität Schwingspule

Le = 0.02 mH

Kraftfaktor

BLxl = 3.7 Tm

Xmax elektrisch

+/- 0.4 mm

Xmax mechanisch

+/- 1.4 mm

Äquivalentvolumen

Vas = - dm³

Mittlerer Schalldruckpegel 1 W / 1 m

92 dB SPL

Belastbarkeit

100 W*


*IEC 60268-5

FAQs

Ab welcher Trennfrequenz empfiehlt sich der ETON 26HD3?

ETON gibt für den 26HD3 eine Trennfrequenz ab 2 kHz frei – möglich dank der effektiv dämpfenden Keramikbeschichtung der Magnesium-Kalotte, die den Treiber auch bei engerer Ankopplung kontrolliert arbeiten lässt. Voraussetzung ist ein steiles Filter 3. oder 4. Ordnung. Für die meisten DIY-Projekte empfiehlt sich jedoch eine Trennfrequenz ab 3,5 kHz mit einem Filter 2. Ordnung – unkritisch, einfach auszulegen, maximaler Sicherheitsabstand zur Resonanzfrequenz von 810 Hz.

Wann sollte ich den ETON 26HD3 statt eines Softdome-Hochtöners wählen?

Der 26HD3 ist die richtige Wahl, wenn das Projekt einen analytischen, präzisen Hochton mit maximaler Detailauflösung und schnellen Transienten erfordert. Die steife Magnesium-Keramik-Kalotte reagiert auf feinste Signaländerungen unmittelbarer als eine Gewebekalotte – das macht den Unterschied bei komplexen Musikpassagen, bei denen jedes Detail zählt. Wer hingegen ein warmes, geschmeidiges Klangbild mit natürlicher Raumabbildung sucht, ist mit einem ETON Softdome-Treiber besser bedient. Beide Wege führen zu audiophilen Ergebnissen – die Entscheidung liegt im klanglichen Charakter des Gesamtprojekts.

Was bewirkt die beidseitige Keramikbeschichtung der Magnesium-Kalotte beim ETON 26HD3?

Unbeschichtete Metallkalotten sind steif – aber genau diese Steifigkeit erzeugt oberhalb des Übertragungsbereichs Partialschwingungen, die sich als harte, unangenehme Resonanzspitzen im Frequenzgang zeigen. Die beidseitige Keramikbeschichtung des 26HD3 löst dieses Problem gezielt: Die Keramikschicht erhöht die innere Dämpfung der Magnesium-Membran, ohne ihre Steifigkeit wesentlich zu reduzieren. Das Ergebnis ist ein Harddome-Treiber, der die Präzision und Detailauflösung einer Metallkalotte liefert – ohne den typischen harten, ermüdenden Klangcharakter ungedämpfter Metallkonstruktionen. Ein Fertigungsverfahren, das ETON in seiner deutschen Manufaktur entwickelt und perfektioniert hat.

Welche Einbautiefe und welches Gehäusevolumen benötigt der ETON 26HD3?

Der ETON 26HD3 hat einen Gesamtdurchmesser von 90 mm, eine Einbautiefe von 26,5 mm und ein Gewicht von 0,27 kg – ein kompaktes Format, das sich auch in enge Gehäusesituationen integrieren lässt. Der Volumendeckel beträgt 62,3 mm. Als Hochtöner benötigt der 26HD3 eine akustisch bedämpfte Rückkammer zur Stabilisierung der Resonanzfrequenz und des Abstrahlverhaltens. Detaillierte Einbauempfehlungen entnehmen Sie dem technischen Datenblatt, das auf dieser Produktseite zum Download bereitsteht.

Was ist der Unterschied zwischen einem Softdome- und einem Harddome-Hochtöner – und wann ist welcher die bessere Wahl?

Der grundlegende Unterschied liegt im Membranmaterial und dem daraus resultierenden Klangcharakter. Softdome-Treiber mit Gewebekalotte dämpfen Partialschwingungen von Natur aus – das Ergebnis ist ein warmes, geschmeidiges Klangbild mit natürlicher Raumabbildung, das auch bei langen Hörsitzungen nicht ermüdet.

Harddome-Treiber mit Metall- oder Keramikkalotte sind steifer und reagieren schneller auf Signaländerungen – das liefert mehr Detailauflösung, präzisere Transienten und einen analytischeren Charakter. Der entscheidende Vorteil moderner Harddome-Konstruktionen mit Keramikbeschichtung: Die typischen Resonanzspitzen unbeschichteter Metallkalotten werden durch die gezielte Dämpfung der Keramikschicht effektiv unterdrückt – ohne die Steifigkeit und Präzision des Materials zu opfern.

Für natürliche, musikalische Wiedergabe: Softdome. Für analytische Präzision mit maximaler Detailauflösung: Harddome mit Keramikbeschichtung.