Linearer Mittelton dank Phase Plug – nutzbar von 70 Hz bis 3,5 kHz

Der Frequenzgang des Arcosia 4 Phase Plug zeigt, was ein kompakter 4"-Midwoofer mit Phase Plug aus der ETON-Manufaktur leisten kann: einen gleichmäßigen, kontrollierten Amplitudenverlauf von ca. 70 Hz bis 3,5 kHz – mit 87 dB Wirkungsgrad und ohne die typischen Überhöhungen im oberen Mitteltonbereich, die viele 4"-Treiber ohne Phase Plug zeigen. Der Phase Plug optimiert das Abstrahlverhalten im Mitteltonbereich und glättet den Übergang zwischen dem kolbenförmig arbeitenden Tieftonbereich und dem zunehmend bündelnden oberen Mitteltonbereich – besonders relevant bei einem 4"-Treiber, der in 2-Wege-Systemen mit höherer Trennfrequenz eingesetzt wird.

Für den DIY-Entwickler besonders relevant: Der nutzbare Übertragungsbereich bis ca. 3,5 kHz ermöglicht eine direkte Ankopplung an Hochtöner mit Trennfrequenzen ab 3 kHz – mit ausreichend Sicherheitsabstand und einfacher Filterauslegung. In 3-Wege-Systemen übernimmt der Arcosia 4 den Mitteltonbereich ab ca. 300–500 Hz und gibt den Tieftonbereich an einen dedizierten Tieftöner ab. Die typische 4"-Bündelung setzt oberhalb von ca. 3 kHz ein – ein physikalisch erwartetes Verhalten, das bei der Trennfrequenzwahl berücksichtigt werden sollte.

Das gleichmäßige Abstrahlverhalten unter Winkeln – begünstigt durch den Phase Plug – sorgt für eine homogene Energieabgabe im Raum und eine stabile Bühnenabbildung auch in kompakten Gehäusen. Ein Treiber, der so klingt, wie er misst – aus der ETON-Manufaktur in Deutschland.

Qts 0,39 – flexibel für Bassreflex und geschlossene Gehäuse

Die Impedanzkurve des Arcosia 4 zeigt das Verhalten eines präzise abgestimmten 4"-Midwoofers: Das Impedanzmaximum liegt bei der Resonanzfrequenz von ca. 58 Hz (TSP) – für einen 4"-Treiber ein ausgewogener Wert, der echten Tiefgang bei kompakten Abmessungen ermöglicht.

Der Qts-Wert von 0,39 ist dabei das entscheidende Auslegungsparameter: Er liegt im Grenzbereich zwischen Bassreflex- und geschlossener Abstimmung und bietet damit maximale Flexibilität bei der Gehäuseauslegung. Das Äquivalentvolumen von nur 6,6 dm³ ermöglicht außergewöhnlich kompakte Gehäuse – ein klarer Vorteil gegenüber größeren Treibern in dieser Klasse.

Oberhalb der Resonanz verhält sich der Treiber elektrisch stabil: Die Impedanz steigt durch die Schwingspuleninduktivität (Le = 0,33 mH) zu hohen Frequenzen hin nur moderat an – ein sehr niedriger Wert, der auf die leichte CCAW-Schwingspule zurückzuführen ist und die Weichenauslegung vereinfacht. Das 8-Ohm-Design ermöglicht eine problemlose Ansteuerung mit gängigen HiFi- und Mehrkanalverstärkern, sowohl in passiven als auch aktiven Konzepten.

Das sauber definierte Impedanzmaximum ohne Nebenresonanzen belegt die mechanische Präzision des Überhang-Antriebssystems und die Qualität der Aufhängung. Ein 4"-Treiber, der sich in der Gehäuseberechnung genauso verhält wie in der Simulation – reproduzierbar, zuverlässig, Made in Germany.

Produkt Spezifikation

Abmessungen und Einbau
Gesamtdurchmesser

122 mm

Einbaudurchmesser

96 mm

Gesamttiefe

75 mm

Korbrandstärke

6 mm

Gewicht

1,28 kg

Durchmesser Schraubloch (Schraube / Kopf)

4,5 mm / 8 mm

Terminal (Minus / Plus)

4,8 mm / 6,3 mm

Schwingspule
Durchmesser

25 mm

Höhe

13 mm

Drahtmaterial

CCAW

Trägermaterial

Glasfaser

Wicklungslagen

2

Magnetischer Antrieb
Magnetische Flussdichte

1.11 T

Höhe Luftspalt

5 mm

Material

Ferrite

Abmessungen

86 mm x 32 mm x 22mm

Antriebssystem

Überhang

Ferrofluid

nein

Technische Daten
Nennimpendanz

Zn = 8 Ohm

Gleichstromwiderstand

Re = 5.7 Ohm

Resonanzfrequenz 1 W

fr = 55 Hz

Resonanzfrequenz TSP

fr = 58 Hz

Nachgiebigkeit der Aufhängung

Cms = 1.86 mm/N

Mechanische Güte

Qms = 6.48

Elektrische Güte

Qes = 0.41

Gesamtgüte

Qts = 0.39

Mechanischer Widerstand

Rms = 0.25 kg/s

Gesamte bewegte Masse (einschl. bewegter Luftmasse)

Mmd = 4.0 g

Effektive Abstrahlfläche

Sd = 50 cm²

Induktivität Schwingspule

Le = 0.33 mH

Kraftfaktor

BLxl = 4.3 Tm

Xmax elektrisch

+/- 4.0 mm

Xmax mechanisch

+/- 8.2 mm

Äquivalentvolumen

Vas = 6.6 dm³

Mittlerer Schalldruckpegel 1 W / 1 m

87 dB SPL

Belastbarkeit

50 W*


*IEC 60268-5

FAQs

Für welche Gehäusetypen eignet sich der ETON Arcosia 4?

Der ETON Arcosia 4 ist mit einem Qts von 0,39 und einer Resonanzfrequenz von 58 Hz (TSP) im Grenzbereich zwischen Bassreflex- und geschlossener Abstimmung positioniert – und bietet damit maximale Flexibilität bei der Gehäuseauslegung.

Ein Qts nahe 0,4 signalisiert, dass beide Gehäusetypen gut funktionieren: In einem Bassreflexgehäuse entfaltet der Treiber seinen vollen Tiefgang mit hohem Wirkungsgrad – als Richtwert empfiehlt sich ein Nettovolumen von ca. 5–8 Litern mit entsprechend abgestimmtem Reflexrohr.

In einem geschlossenen Gehäuse ergibt sich eine kontrollierte, impulstreue Basswiedergabe mit sanftem Pegelabfall unterhalb der Abstimmfrequenz – hier empfiehlt sich ein Volumen von ca. 4–6 Litern für eine Qtc-Abstimmung um 0,6–0,7.

Das Äquivalentvolumen von nur 6,6 dm³ ermöglicht außergewöhnlich kompakte Gehäuse für einen 4"-Treiber. Detaillierte Auslegungsparameter entnehmen Sie dem technischen Datenblatt auf dieser Produktseite.

In welchen Systemkonzepten lässt sich der ETON Arcosia 4 einsetzen?

Der ETON Arcosia 4 ist für zwei Systemkonzepte optimiert.

Im 2-Wege-System übernimmt er den gesamten Tief- und Mitteltonbereich bis ca. 2,5–3,5 kHz und wird direkt mit einem Hochtöner kombiniert – die höhere Trennfrequenz gegenüber dem 7"-Modell ist ein typisches Merkmal kompakter 4"-Systeme und ermöglicht eine einfachere Filterauslegung mit Filtern 2. Ordnung. Die Variante mit Phase Plug erlaubt dabei eine etwas höhere Trennfrequenz (bis 3,5 kHz), da das Abstrahlverhalten im oberen Mitteltonbereich kontrollierter bleibt.

Im 3-Wege-System arbeitet der Arcosia 4 als dedizierter Mittelton- oder Tiefmittelton-Treiber: Er übernimmt den Bereich ab ca. 300–500 Hz von einem Tieftöner und gibt bei 2,5–3,5 kHz an den Hochtöner ab. Für Nahfeld-Monitor-Projekte ist der Arcosia 4 ebenfalls eine ausgezeichnete Wahl: Das kompakte Format und der lineare Mitteltonfrequenzgang erfüllen die Anforderungen an eine präzise, nahfeldtaugliche Wiedergabe.

Was ist der Unterschied zwischen der transparenten und der schwarzen Variante des ETON Arcosia?

Die transparente und die schwarze Variante der ETON Arcosia Lautsprecher – in beiden Größen 4" und 7", jeweils mit und ohne Phase Plug – sind klanglich identisch. Alle technischen Parameter, TSP-Werte und Fertigungsstandards sind bei beiden Ausführungen gleich. Der Unterschied liegt ausschließlich in der Membranfarbe.

Die transparente Variante eignet sich ideal für offene Gehäusekonstruktionen, Schallwände oder Designs, bei denen der Treiber sichtbar bleibt und optisch in Szene gesetzt wird.

Die schwarze Variante ist die klassische Wahl für geschlossene Gehäuse, dunkle Frontplatten oder Konstruktionen, bei denen ein einheitliches, dezentes Erscheinungsbild gewünscht ist. Die Wahl der Variante ist eine rein ästhetische Entscheidung.

Was ist ein Phase Plug und welchen Einfluss hat er auf den Klang?

Ein Phase Plug ist ein zentrales Bauteil, das anstelle einer geschlossenen Staubschutzkalotte in der Mitte der Membran eingesetzt wird. Er erfüllt zwei Funktionen gleichzeitig.

Erstens akustisch: Der Phase Plug leitet die Schallwellen, die von der Membranmitte abstrahlen, gezielt nach vorne und reduziert Phasendifferenzen zwischen Membranmitte und Membranrand – das Ergebnis ist ein gleichmäßigerer Frequenzgang im oberen Mitteltonbereich und ein kontrolliertes Abstrahlverhalten.

Zweitens thermisch: Der Phase Plug verbessert die Wärmeableitung der Schwingspule, indem er den Luftstrom im Magnetsystem optimiert – das reduziert thermische Kompression bei hohen Pegeln und erhöht die Langzeitbelastbarkeit des Treibers.

Treiber mit Phase Plug wie der ETON Arcosia 7" oder der ETON Arcosia 4" sind daher besonders für Anwendungen geeignet, bei denen ein linearer Mitteltonbereich und hohe Belastbarkeit gleichermaßen gefordert sind.

Was ist der Unterschied zwischen dem ETON Arcosia 4 und dem Arcosia 4 Phase Plug?

Beide Treiber basieren auf derselben Konstruktionsplattform: gleicher Ferrit-Antrieb im Überhang-System, gleiche 25-mm-CCAW-Schwingspule auf Glasfaser-Träger, identische TSP-Werte (fs 58 Hz, Qts 0,39, Vas 6,6 dm³). Die Gehäuseauslegung folgt bei beiden Treibern denselben Grundprinzipien – Bassreflex oder geschlossen, mit denselben Zielvolumina.

Der Unterschied liegt im Membranzentrum und seinen akustischen Konsequenzen. Der Arcosia 4 arbeitet mit einer klassischen Staubschutzkalotte: Das Abstrahlverhalten im oberen Mitteltonbereich ist breiter, die Energie wird gleichmäßiger in den Raum abgestrahlt – das ergibt einen großzügigeren Sweet Spot und ein homogeneres Klangbild auch abseits der Haupthörachse.

Der Arcosia 4 Phase Plug ersetzt die Staubschutzkalotte durch einen zentralen Phase Plug: Er optimiert das Abstrahlverhalten im Mitteltonbereich, glättet den Frequenzgang im oberen Übertragungsbereich und verbessert gleichzeitig die Wärmeableitung der Schwingspule – was thermische Kompression bei hohen Pegeln reduziert und die Langzeitbelastbarkeit erhöht. Besonders bei höheren Trennfrequenzen ab 3 kHz macht sich dieser Unterschied klanglich bemerkbar.

Kurz zusammengefasst: Wer einen großzügigen Sweet Spot und eine homogene Raumabstrahlung priorisiert, wählt den Arcosia 4. Wer ein kontrolliertes Abstrahlverhalten, einen geglätteten Mitteltonfrequenzgang und maximale thermische Stabilität bei hohen Pegeln sucht, wählt den Arcosia 4 Phase Plug.