Linearer Hochton ab 2,5 kHz

Der Frequenzgang des 28SD1 zeigt die Handschrift einer erfahrenen Lautsprecher-Manufaktur: Im Kernarbeitsbereich von ca. 2 kHz bis 15 kHz verläuft die Amplitude bemerkenswert gleichmäßig – die Grundlage für die neutrale, verfärbungsfreie Hochtonwiedergabe, für die ETON-Treiber bekannt sind. Mit 91 dB Wirkungsgrad bringt der 28SD1 dabei souveräne Dynamikreserven für pegelfeste DIY-Konstruktionen mit.

Für den Lautsprecher-Selbstbau besonders relevant: Der gutmütige Amplitudenverlauf am unteren Übertragungsende ermöglicht eine Ankopplung ab ca. 2,5 kHz – auch mit Filtern 2. Ordnung. Das gibt Ihnen ausreichend Spielraum bei der Wahl des Mitteltöners und hält die Frequenzweiche überschaubar.

Das gleichmäßige Abstrahlverhalten unter Winkeln sorgt für eine konsistente Energieabgabe im Raum und eine stabile Bühnenabbildung auch abseits der Haupthörachse. Das vollständige Fehlen resonanzbedingter Peaks im oberen Übertragungsbereich ist das direkte Ergebnis der handbeschichteten Gewebekalotte – in unserer Manufaktur für jeden Treiber einzeln appliziert, für ein Klangbild, das so klingt, wie es gemessen wurde.

Gutmütige Last, einfache Weichenauslegung

Die Impedanzkurve des 28SD1 zeigt das typische Verhalten eines sorgfältig konstruierten Softdome-Hochtöners. Das Impedanzmaximum liegt bei der Resonanzfrequenz von ca. 510 Hz – deutlich unterhalb praxisüblicher Trennfrequenzen – und schafft damit einen komfortablen Sicherheitsabstand für die Frequenzweichenauslegung.

Oberhalb der Resonanz verhält sich der Treiber über einen breiten Frequenzbereich nahezu rein resistiv: Die Schwingspuleninduktivität ist mit Le = 0,02 mH sehr gering, was den Impedanzanstieg zu hohen Frequenzen hin minimal hält. Für den Frequenzweichen-Entwickler bedeutet das eine gutmütige, berechenbare Last – einfachere Filterauslegung, geringere Phasenfehler und mehr Spielraum bei der Bauteilwahl.

Der gleichmäßige, resonanzfreie Kurvenverlauf ohne Einbrüche oder Überhöhungen im Übertragungsbereich belegt die sorgfältige akustische Bedämpfung des rückseitigen Volumens sowie enge Fertigungstoleranzen im Magnetsystem. Das Ergebnis: ein Hochtöner, der sich in der Praxis so verhält, wie es die Simulation verspricht – zuverlässig, reproduzierbar, ohne Überraschungen.

Produkt Spezifikation

Abmessungen und Einbau
Gesamtdurchmesser

104 mm

Volumendeckel

71 mm

Gesamttiefe

32.9 mm

Stärke Frontplatte

4.9 mm

Gewicht

0,34 kg

Durchmesser Schraubloch (Schraube / Kopf)

5 mm / 8 mm

Terminal (Minus / Plus)

4,8 mm / 4,8 mm

Schwingspule
Durchmesser

28 mm

Höhe

2.3 mm

Drahtmaterial

CCAW

Trägermaterial

Aluminium

Wicklungslagen

2

Magnetischer Antrieb
Magnetische Flussdichte

1.6 T

Höhe Luftspalt

3.5 mm

Material

Neodymium

Abmessungen

60 mm x 35 mm

Antriebssystem

Unterhang

Ferrofluid

nein

Technische Daten
Nennimpendanz

Zn = 8 Ohm

Gleichstromwiderstand

Re = 6.7 Ohm

Resonanzfrequenz 1 W

fr = 510 Hz

Resonanzfrequenz TSP

fr = - Hz

Nachgiebigkeit der Aufhängung

Cms = - mm/N

Mechanische Güte

Qms = -

Elektrische Güte

Qes = -

Gesamtgüte

Qts = -

Mechanischer Widerstand

Rms = - kg/s

Gesamte bewegte Masse (einschl. bewegter Luftmasse)

Mmd = 0.32 g

Effektive Abstrahlfläche

Sd = 8.6 cm²

Induktivität Schwingspule

Le = 0.02 mH

Kraftfaktor

BLxl = 4.8 Tm

Xmax elektrisch

+/- 0.6 mm

Xmax mechanisch

+/- 1.8 mm

Äquivalentvolumen

Vas = - dm³

Mittlerer Schalldruckpegel 1 W / 1 m

91 dB SPL

Belastbarkeit

120 W*


*IEC 60268-5

FAQs

Ab welcher Trennfrequenz empfiehlt sich der ETON 28SD1?

Der ETON 28SD1 kann dank seiner Resonanzfrequenz von 510 Hz sicher ab ca. 2,5 kHz angekoppelt werden – auch mit einem Filter 2. Ordnung ist der Sicherheitsabstand zur Resonanz ausreichend groß. Für anspruchsvollere Konstruktionen mit steileren Filtern 3. Ordnung sind Trennfrequenzen ab 2 kHz möglich. Das gibt Ihnen solide Flexibilität bei der Wahl des Mitteltöners, ohne die Frequenzweiche unnötig zu verkomplizieren.

Was ist der Unterschied zwischen dem ETON 28SD1 und dem Arcosia 28-1?

Beide Treiber teilen die gleiche Manufaktur-DNA: handbeschichtete Gewebekalotte, 28-mm-Schwingspule aus CCAW, Neodym-Unterhang-Antrieb ohne Ferrofluid. Die Unterschiede liegen im Detail.

Der Arcosia 28-1 ist der größere und leistungsstärkere Treiber: 110 mm Gesamtdurchmesser, 36 mm Einbautiefe, 0,48 kg – mit einer tieferen Resonanzfrequenz (390 Hz), höherer Belastbarkeit (150 W) und einem größeren eingekoppelten Rückseitenvolumen. Das erlaubt Trennfrequenzen ab ca. 2 kHz und gibt erfahrenen Entwicklern maximalen Spielraum bei der Frequenzweichenauslegung.

Der  ETON 28SD1 ist das kompaktere und leichtere Modell: 104 mm Gesamtdurchmesser, 32,9 mm Einbautiefe, 0,34 kg – ideal für platzsparende Gehäusekonstruktionen und Zwei-Wege-Designs mit Trennfrequenzen ab 2,5 kHz. Bei hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis liefert er dieselbe ETON-Manufakturqualität im kompakteren Format.

Welche Einbautiefe und welches Gehäusevolumen benötigt der ETON 28SD1?

Der ETON 28SD1 ist mit einem Gesamtdurchmesser von 104 mm und einer Einbautiefe von 32,9 mm ein kompakter Treiber, der sich auch in platzsparende Gehäusekonstruktionen integrieren lässt. Der Volumendeckel beträgt 71 mm. Als Hochtöner benötigt der 28SD1 eine akustisch bedämpfte Rückkammer, die die Resonanzfrequenz und das Abstrahlverhalten stabilisiert. Detaillierte Einbauempfehlungen entnehmen Sie dem technischen Datenblatt, das auf dieser Produktseite zum Download bereitsteht.

Warum verzichtet ETON beim 28SD1 auf Ferrofluid?

Der ETON 28SD1 arbeitet mit einem Unterhang-Magnetsystem: Die Schwingspule bewegt sich innerhalb des linearen Bereichs des Magnetfelds, was eine präzise Führung und ausreichende thermische Stabilität auch ohne Ferrofluid-Kühlung sicherstellt. Ferrofluid kann über Jahre hinweg eintrocknen, seine Viskosität verändern und damit das Klangergebnis und die Langzeitstabilität des Treibers beeinträchtigen. ETON verzichtet bewusst darauf – für ein Chassis, das auch nach Jahren noch so klingt wie am ersten Tag.

Was unterscheidet einen Softdome- von einem Harddome-Hochtöner?

Softkuppeln aus Gewebe wie beim Arcosia 28-1 dämpfen Partialschwingungen der Membran von Natur aus stärker als steife Harddome-Materialien (Aluminium, Titan). Das Ergebnis ist ein warmes, feines Klangbild ohne harte Resonanzspitzen im Hochtonbereich. Harddome-Treiber punkten dagegen oft mit höherem Wirkungsgrad und extremer Detailauflösung, erfordern aber eine präzisere Filterauslegung. Für natürliche, ermüdungsfreie Wiedergabe in audiophilen DIY-Projekten ist der Softdome die bewährte Wahl.