89 dB / Xmax ±4,5 mm – nutzbar von 32 Hz bis 2 kHz, pegelfest für 2- und 3-Wege

Der Frequenzgang des Orchestra 7-612 zeigt das Verhalten eines 7"-Tiefmittelton-Treibers mit hohem Linearhub und warmem Klangcharakter: einen gleichmäßigen, kontrollierten Amplitudenverlauf von ca. 32 Hz bis 2 kHz – mit 89 dB Wirkungsgrad und einer stabilen Pegelstruktur über den gesamten Übertragungsbereich. Der elektrische Xmax von ±4,5 mm spiegelt sich im Frequenzgang wider: Auch bei hohen Pegeln und tiefen Frequenzen bleibt der Amplitudenverlauf linear und klirrarm – der Treiber arbeitet weit unterhalb seiner mechanischen Grenzen. Die verrippte Papier-Membran (RP) mit einer effektiven Abstrahlfläche von 137 cm² kontrolliert Partialschwingungen im oberen Übertragungsbereich und stabilisiert das Ausschwingverhalten.

Für den DIY-Entwickler besonders relevant: Der nutzbare Übertragungsbereich bis ca. 2 kHz macht den Orchestra 7-612 zum idealen Treiber für 2-Wege-Systeme mit Trennfrequenz um 1,5–2 kHz – direkt an einen Hochtöner gekoppelt, mit Bassreflexgehäusen ab ca. 20–40 Litern.

Im 3-Wege-System arbeitet er als Tiefmittelton-Treiber zwischen einem Tieftöner (Trennung ab ca. 100–200 Hz) und einem Hochtöner (Trennung bei 1,5–2 kHz). Die einsetzende 7"-Bündelung oberhalb von ca. 2 kHz sollte bei der Trennfrequenzwahl berücksichtigt werden. Der Qts von 0,30 macht den Treiber zum reinen Bassreflex-Spezialisten – die Gehäuseauslegung ist präzise und berechenbar.

Der gleichmäßige Frequenzgang ohne Einbrüche oder Überhöhungen im Übertragungsbereich belegt die Qualität der Papier-RP-Membran und des kraftvollen Antriebssystems (BL = 8,6 Tm, 1,00 T). Ein 7"-Treiber, der so klingt, wie er misst – warm, pegelfest, präzise. Made in Germany, aus der ETON-Manufaktur.

Qts 0,30 / fs 37 Hz / Xmax ±4,5 mm – pegelfester Tiefmittelton für Bassreflex

Die Impedanzkurve des Orchestra 7-612 zeigt das Verhalten eines 7"-Tiefmittelton-Treibers mit hohem Linearhub und kraftvollem Antrieb: Das Impedanzmaximum liegt bei ca. 37 Hz (TSP). Der Qts-Wert von 0,30 positioniert den Treiber klar für Bassreflex-Konstruktionen – in einem geschlossenen Gehäuse wäre der Tiefgang durch den niedrigen Qts eingeschränkt. Das Äquivalentvolumen von 28 dm³ ermöglicht Bassreflexgehäuse ab ca. 20–40 Litern mit Abstimmung um 30–40 Hz. Der elektrische Xmax von ±4,5 mm ist der höchste aller Orchestra-Tiefmittelton-Treiber und belegt die Auslegung des 7-612 auf pegelfeste, verzerrungsarme Basswiedergabe: Der Kraftfaktor BL = 8,6 Tm bleibt über den gesamten linearen Hubbereich konstant.

Oberhalb der Resonanz verhält sich der Treiber elektrisch stabil: Die Impedanz steigt durch die Schwingspuleninduktivität (Le = 0,81 mH) zu hohen Frequenzen hin moderat an – ein für einen 7"-Treiber mit 32-mm-Cu-Schwingspule auf Kapton-Träger erwarteter Wert. Die einlagige Wicklung der Schwingspule sorgt für eine niedrige bewegte Masse (Mmd = 17,3 g) und damit für eine agile, impulstreue Basswiedergabe. Das 8-Ohm-Design ermöglicht eine problemlose Ansteuerung mit gängigen HiFi-Verstärkern.

Das sauber definierte Impedanzmaximum ohne Nebenresonanzen belegt die mechanische Präzision des Überhang-Antriebssystems und die Qualität der Aufhängung. Ein 7"-Treiber, der sich in der Gehäuseberechnung genauso verhält wie in der Simulation – reproduzierbar, zuverlässig, Made in Germany.

Produkt Spezifikation

Abmessungen und Einbau
Gesamtdurchmesser

181 mm

Einbaudurchmesser

151.5 mm

Gesamttiefe

87 mm

Korbrandstärke

7.5 mm

Gewicht

1,96 kg

Durchmesser Schraubloch (Schraube / Kopf)

5,2 mm / 9 mm

Terminal (Minus / Plus)

2,8 mm / 4,8 mm

Schwingspule
Durchmesser

32 mm

Höhe

17 mm

Drahtmaterial

Cu

Trägermaterial

Kapton

Wicklungslagen

1

Magnetischer Antrieb
Magnetische Flussdichte

1.00 T

Höhe Luftspalt

8 mm

Material

Ferrite

Abmessungen

102 mm x 46 mm

Antriebssystem

Überhang

Ferrofluid

nein

Technische Daten
Nennimpendanz

Zn = 8 Ohm

Gleichstromwiderstand

Re = 6.5 Ohm

Resonanzfrequenz 1 W

fr = 34 Hz

Resonanzfrequenz TSP

fr = 37 Hz

Nachgiebigkeit der Aufhängung

Cms = 1.07 mm/N

Mechanische Güte

Qms = 5.95

Elektrische Güte

Qes = 0.32

Gesamtgüte

Qts = 0.30

Mechanischer Widerstand

Rms = 0.73 kg/s

Gesamte bewegte Masse (einschl. bewegter Luftmasse)

Mmd = 17.3 g

Effektive Abstrahlfläche

Sd = 137 cm²

Induktivität Schwingspule

Le = 0.81 mH

Kraftfaktor

BLxl = 8.6 Tm

Xmax elektrisch

+/- 4.5 mm

Xmax mechanisch

+/- 8.8 mm

Äquivalentvolumen

Vas = 28 dm³

Mittlerer Schalldruckpegel 1 W / 1 m

89 dB SPL

Belastbarkeit

80 W*


*IEC 60268-5

FAQs

Was ist eine verrippte Papier-Membran (RP) und welche klanglichen Vorteile bietet sie?

Die Bezeichnung „RP" steht für „Ribbed Paper" – eine Papier-Membran mit eingeprägter Rippenstruktur. Die Rippen sind keine rein optische Gestaltung, sondern ein konstruktives Mittel zur Steifigkeitserhöhung: Sie erzeugen mikroskopische Wölbungen in der Membranfläche, die Partialschwingungen kontrollieren und das Ausschwingverhalten stabilisieren. Das Ergebnis ist ein gleichmäßigerer Frequenzgang im oberen Übertragungsbereich – ohne die typischen Resonanzspitzen, die viele Treiber mit steiferen Membranmaterialien wie Aluminium oder Kevlar zeigen.

Klanglich überzeugt die Papier-RP-Membran durch ein warmes, organisches Klangbild mit natürlicher Raumabbildung – ein Charakter, der besonders bei Musik mit akustischen Instrumenten, Stimmen und klassischen Aufnahmen geschätzt wird. Im Vergleich zu Aluminium-Membranen klingt Papier weniger analytisch und weniger ermüdend bei langen Hörsitzungen. Im Vergleich zu ungeribbten Papier-Membranen bietet die RP-Struktur zusätzliche mechanische Kontrolle bei hohen Auslenkungen. Die ETON Orchestra-Serie setzt diese Technologie konsequent ein – für Treiber, die so klingen, wie sie messen: kontrolliert, natürlich, reproduzierbar.

Für welche Gehäusetypen eignet sich der ETON Orchestra 7-612?

Der ETON Orchestra 7-612 ist mit einem Qts von 0,30 und einem Äquivalentvolumen von 28 dm³ ein reiner Bassreflex-Treiber – ein geschlossenes Gehäuse ist bei diesem Qts-Wert nicht empfehlenswert, da der Tiefgang durch die niedrige Güte eingeschränkt würde.

Im Bassreflexgehäuse empfiehlt sich ein Nettovolumen von ca. 20–40 Litern mit Reflexrohr-Abstimmung um 30–40 Hz – je nach gewünschter Abstimmcharakteristik zwischen maximaler Tiefbasswiedergabe und höherem Wirkungsgrad. Bei optimaler Abstimmung kann die untere Grenzfrequenz im Bassreflexgehäuse bis unter 35 Hz reichen. Der hohe elektrische Xmax von ±4,5 mm sorgt dabei für verzerrungsarme Wiedergabe auch bei hohen Pegeln und tiefen Frequenzen, wo die Membranauslenkung physikalisch am größten ist. Detaillierte Auslegungsparameter entnehmen Sie dem technischen Datenblatt auf dieser Produktseite.

Was bedeutet Xmax ±4,5 mm elektrisch / ±8,8 mm mechanisch für die Praxis beim ETON Orchestra 7-612?

Der Xmax-Wert beschreibt den maximalen linearen Hub der Schwingspule. Beim Orchestra 7-612 beträgt der elektrische Xmax ±4,5 mm: Innerhalb dieses Bereichs bleibt der Kraftfaktor BL = 8,6 Tm konstant, die Wiedergabe bleibt linear und klirrarm. Der mechanische Xmax von ±8,8 mm gibt den absoluten Grenzwert an und bietet einen Sicherheitspuffer von 4,3 mm über den linearen Bereich hinaus. Für einen 7"-Tiefmittelton-Treiber ist der elektrische Xmax von ±4,5 mm ein außergewöhnlich hoher Wert – er ermöglicht auch bei 80 W Belastbarkeit (IEC 60268-5) und tiefen Frequenzen unter 40 Hz eine kontrollierte, verzerrungsarme Basswiedergabe. Die einlagige 32-mm-Kupfer-Schwingspule auf Kapton-Träger sorgt dabei für eine niedrige bewegte Masse (Mmd = 17,3 g) und eine agile, impulstreue Wiedergabe.

In welchen Systemkonzepten lässt sich der ETON Orchestra 7-612 einsetzen?

Der ETON Orchestra 7-612 ist für zwei Systemkonzepte optimiert.

Im 2-Wege-System übernimmt er den gesamten Tief- und Mitteltonbereich bis ca. 1,5–2 kHz und wird direkt mit einem Hochtöner kombiniert – die einsetzende 7"-Bündelung oberhalb von ca. 2 kHz sollte bei der Trennfrequenzwahl berücksichtigt werden. Bassreflexgehäuse ab ca. 20–40 Litern ermöglichen dabei eine kompakte, pegelfeste Konstruktion.

Im 3-Wege-System arbeitet er als Tiefmittelton-Treiber: Er übernimmt den Bereich ab ca. 100–200 Hz von einem Tieftöner und gibt bei 1,5–2 kHz an den Hochtöner ab – die empfohlene Konfiguration für anspruchsvolle High-End-Projekte, bei denen jeder Treiber ausschließlich im optimalen Arbeitsbereich betrieben wird. Der hohe Xmax von ±4,5 mm elektrisch macht den Orchestra 7-612 in beiden Konzepten zur pegelfesten Wahl für Räume mit höheren Lautstärkeanforderungen.

Warum ist ETON der richtige Partner für anspruchsvolle DIY-Lautsprecher-Projekte?

ETON Soundsysteme entwickelt und fertigt Lautsprecherchassis seit Jahrzehnten in Deutschland – nicht als Massenware, sondern als Manufakturprodukte mit höchsten Qualitätsanforderungen.

Was das für Ihr DIY-Projekt bedeutet: Jeder ETON-Treiber wird mit vollständigen technischen Daten dokumentiert – TSP-Werte, Impedanzkurven, Frequenzgänge – die in der Simulation genauso funktionieren wie in der Realität.

Reproduzierbarkeit ist kein Versprechen, sondern das Ergebnis kontrollierter Fertigungsprozesse. Die Arcosia-Serie ist zusätzlich nach Automotive-Standards validiert (ISO 16750-3, DIN EN 60068) – ein Qualitätsniveau, das weit über die Anforderungen des HiFi-Markts hinausgeht.

ETON-Treiber werden in professionellen Beschallungsanlagen, audiophilen High-End-Systemen und anspruchsvollen DIY-Projekten weltweit eingesetzt. Wenn Sie ein Chassis kaufen, kaufen Sie nicht nur einen Treiber – Sie kaufen die Sicherheit, dass er sich genauso verhält, wie die Daten es versprechen. Made in Germany, aus der ETON-Manufaktur.